Stiftung Warentest hat im März 2026 fünf Speicher für Balkonkraftwerke geprüft. Drei davon bekamen die Note „mangelhaft“. Der Grund war nicht die Kapazität, sondern elektromagnetische Störungen. Hier liest du, was das bedeutet und welche drei Fragen du vor dem Kauf stellen solltest.
- Der Test: 5 Speicher mit rund 2 kWh für 700 bis 1.000 €, veröffentlicht in test 4/2026.
- Das Ergebnis: 3 von 5 Geräten „mangelhaft“, weil sie zu viele elektromagnetische Störsignale aussenden. Kein Gerät schaffte „gut“.
- Die Folgen im Alltag: flackernde Fernseher, brummende Lautsprecher, WLAN-Abbrüche.
- Dein Schutz: Frag vor dem Kauf nach der Konformitätserklärung, achte auf eine ausgereifte App und auf Service in Deutschland.
Das Testergebnis in einem Satz
Was Stiftung Warentest gemessen hat
Stiftung Warentest hat fünf Speicher für Balkonkraftwerke mit 1,9 bis 2,7 kWh Kapazität getestet, Preis jeweils rund 700 bis 1.000 €. Im Test waren:
- Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro
- EcoFlow Stream Ultra
- FoxESS Avocado Orbit M
- Growatt Nexa 2000
- Zendure SolarFlow 800 Pro
Drei Geräte erhielten die Gesamtnote „mangelhaft“, laut übereinstimmenden Berichten EcoFlow, Growatt und Zendure. Bestes Gerät war der Anker mit „befriedigend“. Ein „gut“ gab es für keinen der fünf Speicher.
Dazu kam ein zweiter Befund: Bei vier von fünf Geräten drang im Wassertest Wasser in die eingebauten Steckdosen, obwohl sie für draußen zugelassen sind. Außerdem erreichte nicht jeder Speicher die versprochene Kapazität.
Im Test waren fünf bestimmte Modelle, nicht alle Speicher auf dem Markt. Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme und keine Bewertung der ganzen Produktgruppe.
Warum elektromagnetische Verträglichkeit kein Nischenthema ist
„Elektromagnetische Verträglichkeit“, kurz EMV, klingt nach Ingenieurssprache. Die Folgen sind aber ganz konkret: Ein Speicher, der zu viele Störsignale ins Hausnetz schickt, kann deinen Fernseher flackern lassen, Lautsprecher zum Brummen bringen oder dein WLAN immer wieder abbrechen lassen.
Deshalb gehört diese Frage vor jeden Kauf, genau wie die Frage nach Kapazität und Preis.
Die drei Fragen, die du vor dem Kauf stellen solltest
1. Gibt es eine EMV-Konformitätserklärung, und kann der Anbieter sie zeigen?
Jedes Gerät, das in der EU verkauft wird, braucht eine Konformitätserklärung. Darin bestätigt der Hersteller, dass es die Grenzwerte für Störsignale einhält. Frag den Anbieter danach. Ein seriöser Händler kann sie dir zeigen.
Bei REPUB Energy kannst du die Konformitätsunterlagen für beide Speicher über unsere Beratung anfordern. Das sollte bei jedem Anbieter selbstverständlich sein.
2. Wie ausgereift ist die App, und wie verhält sie sich im Alltag?
Die App ist dein Fenster zum Speicher. Eine ausgereifte App zeigt den Status ohne Verzögerung, meldet Verbindungsabbrüche verständlich und lässt sich ohne Anleitung bedienen. Schau dir vor dem Kauf Testberichte zur App an, nicht nur zur Hardware. Und prüfe, ob Gewicht und Aufstellort zu deinem Balkon passen.
Zu unseren beiden Speichern gibt es unabhängige Testberichte mit positivem Ergebnis. Den HiBattery 4020 X bewertete connect mit „sehr gut“ und homeandsmart mit „gut“. Notebookcheck hob beim SigenMate 2700 Ultra den hilfreichen KI-Assistenten und die vier MPPT-Eingänge für Solarmodule hervor. Im Warentest waren beide Geräte nicht dabei.
4 kWh mit Testurteil „sehr gut“ bei connect · 2,7 kWh mit vier Solareingängen
3. Wo laufen Rücksendung und Service: in Deutschland oder über eine Adresse im Ausland?
Diese Frage steht in keinem Testbericht, ist im Alltag aber entscheidend: Wohin geht das Gerät, wenn etwas kaputt ist? Und wie lange wartest du dann?
Bei REPUB Energy hast du für Service und Rücksendung einen Ansprechpartner in Deutschland. Beim HiBattery 4020 X holt der Hersteller Hoymiles das Gerät direkt bei dir ab. Beim SigenMate schickst du es an uns zurück, Adresse und Ablauf bekommst du von unserem Experten-Team.
Was du aus dem Test mitnimmst: keine Panik, sondern eine Checkliste
- Getestet wurden fünf bestimmte Modelle mit rund 2 kWh, nicht der ganze Markt.
- „Mangelhaft“ lag vor allem an Störsignalen. Danach kannst du vor dem Kauf gezielt fragen.
- Kapazität und Preis sind nicht alles. Frag nach der Konformitätserklärung, achte auf eine ausgereifte App und auf Service in Deutschland.
Schreib unserem Experten-Team aus Willich. Wir antworten dir auf Deutsch.
Häufige Fragen (FAQ)
Welche Balkonkraftwerk-Speicher hat Stiftung Warentest 2026 getestet?
Fünf Modelle mit rund 2 kWh: Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro, EcoFlow Stream Ultra, FoxESS Avocado Orbit M, Growatt Nexa 2000 und Zendure SolarFlow 800 Pro. Veröffentlicht wurde der Test in test 4/2026.
Was bedeutet „mangelhaft“ wegen elektromagnetischer Störungen?
Die Geräte senden zu viele Störsignale ins Stromnetz. Das kann Fernseher flackern lassen, Lautsprecher brummen lassen oder das WLAN stören. Drei der fünf Speicher lagen über dem Grenzwert.
Wie prüfe ich vor dem Kauf, ob ein Speicher EMV-konform ist?
Frag den Anbieter nach der EU-Konformitätserklärung des Geräts und lies unabhängige Testberichte. Ein seriöser Händler kann dir die Unterlagen zeigen.
- 37 Cent oder 13 Cent: Was eine Kilowattstunde aus deinem Speicher kostet
- Stromnetz 2027: Was +1,4 ct/kWh für Haushalte bedeutet
- Förderung für Balkonspeicher 2026: Welche Städte noch zahlen
- Datenblätter und Anleitungen im Hilfe-Center
Quelle: Stiftung Warentest, „Speicher für Balkonkraftwerke im Test“, test 4/2026, veröffentlicht am 19.03.2026. Die einzelnen Noten stehen bei test.de hinter der Bezahlschranke, die Zuordnung der Noten folgt übereinstimmenden Berichten. Testberichte zu unseren Geräten: connect (30.06.2026), homeandsmart (13.07.2026), Notebookcheck (05.10.2026).







